Freitag, Dezember 8, 2023
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Mit ChatGPT gegen den Lehrkräftemangel?

Mit Webinaren, digitalen Fortbildungen und den eigenen Tools zum Thema ChatGPT / Künstliche Intelligenz hat fobizz, die größte deutsche Weiterbildungsplattform für Lehrkräfte und Anbieter von Tools für den Unterricht, einen Nerv getroffen. Rund 15.000 Lehrerinnen und Lehrer haben die Lernangebote rund um Künstliche Intelligenz seit Januar 2023 schon genutzt. Und es werden täglich mehr.

Dass das Interesse so groß ist, wundert Diana Knodel, die Mitgründerin von fobizz, nicht: “KI-Tools wie ChatGPT können alles neu gestalten, nicht nur im Klassen-, sondern auch im Lehrerzimmer. Sie können Lehrkräften die Entlastung bringen, die sie so dringend brauchen – die durch den Lehrkräftemangel bisher aber nicht absehbar ist. Dieses Potenzial darf jetzt nicht verschlafen werden.”

3.400 Anmeldungen zum ChatGPT-Webinar und rund 12.000 Lehrkräfte, die innerhalb kurzer Zeit die Online-Fortbildung zum Thema Künstliche Intelligenz absolviert haben. Diese Zahlen sind für fobizz absolute Rekordbrecher. “Wir sehen die immensen Chancen von künstlicher Intelligenz im Schulkontext. Trotzdem hätten wir mit einem solchen Ansturm nicht gerechnet. Wir sind überwältigt”, sagt Diana Knodel, Mitgründerin von fobizz.

Künstliche Intelligenz gehört unbedingt an Schulen!

ChatGPT wurde Ende 2022 der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seitdem ist der Chatbot in aller Munde. An Schulen und Universitäten gab und gibt es auch viele kritische Stimmen. Immerhin kann der Chatbot Hausaufgaben, Hausarbeiten, Präsentationen innerhalb weniger Sekunden aus dem Ärmel schütteln. New York City hat ChatGPT aus diesem Grund an allen Schulen verboten. Für Diana Knodel ist das eindeutig der falsche Weg: “Ganz abgesehen davon, dass Schüler:innen sich mit reinem Abschreiben auf Dauer selbst keinen Gefallen tun. Künstliche Intelligenz ist die Zukunft der Schüler:innen und Student:innen von heute!

Auf diese Zukunft müssen sie vorbereitet werden. Gerade kritisches Hinterfragen ist eine Fähigkeit, die im Umgang mit KI gelernt werden muss. Denn KI-Tools spucken auch falsche Informationen aus. Deshalb bin ich nicht nur gegen Verbote, sondern für die aktive Einbindung von KI-Anwendungen in den Schulalltag. Die Chancen solcher Tools überstrahlen die möglichen Risiken um ein Vielfaches!”

Schüler:innen unterstützen? Check! Lehrkräfte entlasten? Check!

Tools wie ChatGPT bieten aber nicht nur Chancen für Schüler:innen, sondern vor allem auch für Lehrkräfte. So können KI-Tools wertvolle Sparringspartner der Lehrkräfte werden, die bei Routineaufgaben wie der Formulierung von E-Mails oder der Erstellung von Arbeitsblättern unterstützen. Aber besonders in puncto Unterrichtsvorbereitung kann die KI Impulse geben, auch ganze Unterrichtspläne erstellen und die Lehrkräfte so entlasten. Das kann Stunden an Recherche und Vorarbeit ersparen. Und Zeit ist für Lehrkräfte ein wertvolles Gut.

Besonders einfach macht es den Lehrkräften die “fobizz KI-Assistenz”. Sie greift nicht nur auf das gleiche Sprachmodell wie ChatGPT zurück, sondern liefert direkt einen Pool an Vorlagen und Anwendungsfällen speziell für die Schule. Der Vorteil ist auch, dass die mit der KI erarbeiteten Unterrichtsmaterialien alle an einem Ort – nämlich auf der fobizz-Plattform – gespeichert und mit anderen Lehrkräften geteilt werden können.

Kann Künstliche Intelligenz den Lehrkräftemangel stoppen?

Die Entlastung der Lehrkräfte ist ein schlagendes Argument vor dem Hintergrund des Lehrkräftemangels, der noch immer das größte Problem an den deutschen Schulen ist. Bis 2030 fehlen laut dem Verband Bildung und Erziehung (VBE) bundesweit 80.000 Lehrerinnen und Lehrer. On top kommen Herausforderungen wie die Integration von aus der Ukraine geflüchteten Schüler:innen. Zeit fehlt dadurch an jeder Ecke – die wertvolle pädagogische Arbeit kommt zu kurz und viele Lehrkräfte müssen Mehrarbeit leisten.

“Es ist längst Zeit, dass hier etwas passiert. KI-Tools wie ChatGPT können Teil der Lösung des Problems sein. Wir dürfen diese Chance jetzt nicht verschlafen, sondern müssen Nägel mit Köpfen machen. Heißt: Künstliche Intelligenz aktiv in den Schulalltag einbinden und entsprechende Fortbildungen für Lehrkräfte anbieten”, sagt Theresa Grotendorst, Mitgründerin von fobizz.

Und jetzt? Lehrkräfte schulen!

Fortbildungen sind essentiell wichtig, um die Möglichkeiten, aber auch Grenzen von Künstlicher Intelligenz zu kennen. Diese müssen Lehrkräften jetzt also angeboten werden, damit sie wiederum ihre Schüler:innen aufklären können. Fobizz will hier einen entscheidenden Beitrag leisten – weitere Webinare, Workshops für Schulen und neue KI-Tools – unter anderem auch für Schülerinnen und Schüler – sind schon in Planung!

Bild Schreiben Rekordzahlen zu KI- und ChatGPT-Weiterbildungen an Schulen: fobizz Gründer:innen-Team (v.l.n.r.): Frederik Dietz, Dr. Diana Knodel, Theresa Grotendorst
Copyrigt: fobizz I Foto KATRIN SCHÖNING PHOTOGRAPHY

Quelle The Trailblazers GmbH

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