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Bericht: Wirtschaftsweise erwarten 2024 nur leichten Aufschwung

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Wirtschaftsweise (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Sachverständigenrat Wirtschaft rechnet nur noch mit einem leichten Wachstum in Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde im laufenden Jahr um 0,2 Prozent wachsen, schätzen die sogenannten „Wirtschaftsweisen“ in ihrer neuen Konjunkturprognose, über die das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Regierungskreise berichtet.

In ihrer vorigen Prognose vor gut einem halben Jahr waren sie noch von 0,7 Prozent ausgegangen. Die Vorstellung der Prognose ist für Mittwoch geplant. Für 2025 erwarten die fünf Sachverständigen ein Wachstum von 0,9 Prozent.

Bei der Preisentwicklung rechnet der Sachverständigenrat mit weiteren Rückgängen. Im laufenden Jahr werde die Inflationsrate bei 2,4 Prozent liegen, so die Prognose. 2025 würden es noch 2,1 Prozent sein. Die Kerninflation, bei der die volatilen Preise für Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, soll allerdings höher bleiben. 2024 lautet die Prognose dabei drei Prozent, 2025 dann 2,4 Prozent, so die Regierungsinsider.

Neben der Konjunkturprognose sollen die Wirtschaftsweisen am Mittwoch auch ein inhaltliches Kapitel zur Dekarbonisierung des Güterverkehrs veröffentlichen. Laut „Handelsblatt“ spricht sich die Ratsmehrheit um die Vorsitzende Monika Schnitzer dafür aus, die staatliche Förderung auf den Elektroantrieb zu richten. Ratsmitglied Veronika Grimm, die auch als Aufsichtsrätin bei Siemens Energy tätig ist, hat hat ein Minderheitsvotum geschrieben. Sie ist für eine breitere Förderung, die auch wasserstoffbetriebene Brennzellen einschließt. Siemens Energy ist im Bereich Wasserstoff-Elektrolyse tätig.


Foto: Wirtschaftsweise (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Offensive in Rafah: Ärzte ohne Grenzen stellt Arbeit in Klinik ein

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Gazastreifen (Archiv), via dts NachrichtenagenturRafah (dts Nachrichtenagentur) – Die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ hat die Arbeit im sogenannten „Indonesischen Krankenhaus“ im Gazastreifen beendet. „Die Verschärfung der israelischen Offensive in Rafah hat uns dazu gezwungen, die Arbeit im Indonesischen Krankenhaus einzustellen“, teilte die Organisation am Dienstagnachmittag auf der Plattform X mit. „Die systematische Zerstörung des Gesundheitssystems hat verheerende Folgen für die dort eingeschlossenen Menschen und muss gestoppt werden.“ Es ist die zwölfte Gesundheitseinrichtung in Gaza, die die Hilfsorganisation verlassen muss.

Bereits in der vergangenen Woche hatte „Ärzte ohne Grenzen“ beklagt, dass durch die Offensive und den Evakuierungsbefehl der Zugang zur medizinischen Versorgung weiter eingeschränkt werde. Den Menschen blieben kaum Möglichkeiten, auch nur eine medizinische Grundversorgung zu erhalten. So sei das Europäische Gaza-Krankenhaus nicht mehr zugänglich; Personal und Patienten aus dem Al-Najjar-Krankenhaus seien evakuiert werden. Zudem habe die Organisation ihre Aktivitäten in der Al-Schabura-Klinik bis auf Weiteres einstellen müssen.

„Wo sollen schwangere Frauen, Kinder und Menschen mit chronischen Krankheiten auf einer kleinen Fläche wie dem Gazastreifen Hilfe suchen und sich weiter behandeln lassen?“, sagte Paulo Milanesio, Notfallkoordinator von Ärzte ohne Grenzen in Rafah. „Nicht zu vergessen sind die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit.“

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte im April insbesondere die Zerstörung des Gesundheitskomplexes Al-Schifa im Gazastreifen kritisiert. „Die Zerstörung des Al-Shifa-Krankenhauses – der größten Gesundheitseinrichtung von Gaza – hat dem Gesundheitssystem das Herzstück gerissen“, schrieb die zuständige Regionalabteilung der UN-Organisation auf der Plattform X. In einem von der WHO veröffentlichten Video sagte der Direktor der Klinik, Marwan Abu Saadah, es sei nicht mehr möglich, unter den aktuellen Bedingungen das Krankenhaus zu betreiben. „Der medizinische Komplex Al Shifa ist für immer verloren.“


Foto: Gazastreifen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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FDP weist Forderung nach 600-Milliarden-Sondervermögen zurück

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FDP-Logo auf Parteitag (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai hat Forderungen von Ökonomen nach einem kreditfinanzierten Infrastruktur-Sondervermögen von 600 Milliarden Euro zurückgewiesen.

„Wir haben es geschafft, die Investitionsquote im Vergleich zu früheren Jahren erheblich zu steigern“, sagte Djir-Sarai der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). „Damit sollte für alle deutlich werden: Die Schuldenbremse ist keine Investitionsbremse, sondern sie ermöglicht generationengerechte Investitionen erst.“

„Ohne Haushaltsdisziplin kann es langfristig auch keine nachhaltige Finanzierung wichtiger Investitionen zum Beispiel in unsere Sicherheit, die Infrastruktur oder den Klimaschutz geben“, sagte der FDP-Politiker. „Die Schuldenbremse wird also auch im Bundeshaushalt 2025 eingehalten, darauf haben wir uns mit unseren Koalitionspartnern verständigt und darauf pochen wir. Klar ist auch: Es muss jetzt um Priorisierung und Umschichtung im Haushalt gehen“, so Djir-Sarai. „Eine ausufernde Sozialpolitik und eine Rentenpolitik zulasten der kommenden Generationen wird es dabei mit uns nicht geben.“

Am Morgen hatten die Chefs des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Michael Hüther und Sebastian Dullien, den Investitionsbedarf für Infrastruktur und Klimaschutz in den kommenden zehn Jahren mit 600 Milliarden Euro beziffert. Zur Finanzierung müssten neue Schulden aufgenommen werden.


Foto: FDP-Logo auf Parteitag (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Re-Branding: Pottsalat und MaKE heißen jetzt Green Club

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Nach Medienaufruhr um Ex-Investor und Unternehmensfusion zum Marktführer benennt der Essener Lieferdienst mit elf Standorten in Deutschland seine Marken in „Green Club“ um

+++ Aus „Pottsalat“ und “MaKE” wird „Green Club“
+++ Neuer Markenname für deutschlandweiten Wiedererkennungswert
+++ Erfolgreiche Fusion: Lieferdienst rechnet mit 12 Mio. Euro Außenumsatz in 2024
+++ Positive Deckungsbeiträge an allen Standorten: Green Club plant Break-Even in 2024
+++ Neue Standorte in Mannheim und Stuttgart

Nach dem Medienskandal um seinen ehemaligen Investor Hans-Christian Limmer und der Fusion mit dem Mitbewerber „MaKE“ zum Marktführer verpasst sich das Unternehmen Pottsalat einen neuen Markenauftritt. Der auf gesunde Bowls, Salate und Ramen spezialisierte Lieferdienst aus Essen mit elf Standorten in ganz Deutschland tritt künftig mit dem Namen „Green Club“ am Markt auf. Mit dem neuen Markennamen baut der Lieferdienst auch seine elf Standorte in den kommenden Wochen visuell um und vereint die bisherigen Pottsalat- und MaKE-Filialen unter einer neuen gemeinsamen Marke.

Mit der neuen Marke stellt sich der Lieferdienst auch strategisch für die weitere Expansion auf. Denn mittelfristig will das Unternehmen mit rund 50 Green-Club-Standorten in ganz Deutschland vertreten sein. „Für unsere Wachstumsstrategie ist es sehr wichtig, dass alle unsere Kunden sofort erkennen, wofür wir stehen, nicht nur unsere Kunden im Ruhrgebiet“, erläutert Geschäftsführer Ben Küstner den neuen Markennamen. „Die Marke Green Club zeigt, dass wir einfach und schnell frische, gesunde und nachhaltige Produkte liefern, und funktioniert deutschlandweit“, ergänzt Mitgeschäftsführer Tobias Drabiniok.

Auch der Name der Unternehmensgesellschaft Pottsalat GmbH soll künftig dem Markennamen angepasst werden. „Unsere Priorität liegt derzeit allerdings auf der Green-Club-Eröffnung in Mannheim im Juni sowie auf der Umgestaltung unserer elf bestehenden Standorte“, sagt Tobias Drabiniok. Darüber hinaus sollen noch in diesem Jahr Filialen in Stuttgart und in zwei weiteren Städten folgen.

Pottsalat wurde im Jahr 2016 in einer ehemaligen Pommesbude in Essen gegründet. Seitdem ist das Unternehmen stark expandiert und liefert seit der Fusion mit dem Mitbewerber „MaKE“ in insgesamt 25 Städte von elf Standorten aus: Essen, Dortmund, Bochum, Duisburg, Münster, Köln, Bonn, Mainz, Frankfurt am Main sowie zwei in Düsseldorf.

Mit 12 Millionen Euro Außenumsatz zur operativen Profitabilität

Mit dem Rebranding schließt Pottsalat seine Unternehmensfusion vom Jahresbeginn auch visuell ab und sieht sich trotz der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Gesamtlage in Deutschland auf Erfolgskurs. ”Die Profitabilität von Lieferdiensten wird häufig infrage gestellt. Im Gegensatz zu vielen während der Corona-Krise gehypten Lebensmittel-Lieferdiensten erwirtschaften wir an allen Standorten positive Deckungsbeiträge mit unseren Bestellungen”, führt Ben Küstner aus.

„Wir haben die operative Integration aller Betriebe und Prozesse von MaKE und Pottsalat abgeschlossen, und aufgrund der betriebswirtschaftlichen Daten rechnen wir damit, dass wir im laufenden Kalendarjahr mehr als zwölf Millionen Euro Außenumsatz fahren können“, sagt Tobias Drabiniok. „Unternehmerisch bedeutet diese Zahl für uns, dass wir ab diesem Punkt trotz Ukraine-Krieg, Inflation und Rezession operativ profitabel sind“, so Drabiniok weiter.

Profitabel der Marktlage zum Trotz

Für das Geschäftsmodell des Lieferdienstes sind insbesondere vier Entwicklungen mit Wechselwirkungen untereinander relevant. Das sind zum einen die allgemeine Ausgabebereitschaft der Konsumenten und deren Bereitschaft, sich Essen zum direkten Verzehr zu bestellen. Darüber hinaus beeinflusst auch der Shift von Offline zu mehr Online im Food-Delivery-Markt den Umsatz des Lieferdienstes sowie der Wille der Menschen, sich gesünder und nachhaltiger zu ernähren.

„Dass sich Konsumenten momentan insbesondere bei Essensbestellungen etwas zurückhalten, spüren wir natürlich, und das spiegelt sich auch im derzeit historisch niedrigen Konsumklimaindex wider“, sagt Tobias Drabiniok. „Wir können trotz der Marktlage profitabel wirtschaften, das beweisen wir bereits heute an vielen Standorten“, so Drabiniok weiter. Wenn sich die wirtschaftliche Lage in Deutschland erholt und sich damit das Konsumklima verbessert, wirke dies wie ein Katalysator für Umsatz und Gewinn an allen Standorten, zeigt sich der Lieferdienst überzeugt.

100 Millionen Euro Umsatzpotential mit 50 Green-Club-Standorten

Insgesamt sieht das Unternehmen das Potential für rund 50 Green-Club-Standorte in der ganzen Bundesrepublik. Die Expansion will der Lieferdienst vor allem auch mit Franchise-Partnern realisieren.

Derzeit betreibt der Lieferdienst neun der insgesamt elf Stores in Eigenregie. Die Standorte in Frankfurt am Main und Mainz werden von Franchise-Partnern betrieben. Der dritte Franchise-Betrieb eröffnet im Juni in Mannheim. „Unser Laden in der Quadrate-Stadt ist zudem der erste offizielle Green-Club-Standort in ganz Deutschland“, sagt Ben Küstner. Im Jahr 2024 sollen darüber hinaus neue Standorte folgen, unter anderem in Stuttgart. Der Mietvertrag für den Store in Stuttgart sind bereits unterzeichnet, in weiteren Städten sucht das Unternehmen derzeit noch intensiv nach geeigneten Flächen.

Bild:Pottsalat Re-Branding Green Club

Quelle:Pottsalat GmbH

Von Äpfeln und Birnen: Warum der KI-Hype keine Dotcom-Blase ist

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Der heutige Technologieboom wird durch echte Effizienzgewinne angetrieben – ein Vergleich mit der Dotcom-Blase scheint unangebracht.

Künstliche Intelligenz (KI) sorgt für viel Wirbel und das aus gutem Grund. Neue Formen des maschinellen Lernens haben das Potenzial, die Produktivität zu steigern. Dabei werden viele Anwendungsfelder gerade erst entdeckt. Doch schießt die Begeisterung, die der Markt aktuell für diese neue Technologie zeigt, eventuell über das Ziel hinaus? Einige Experten ziehen die ersten Parallelen zur Dotcom-Blase. Hier hatten zu Beginn der Internet-Ära Telekommunikations- und Kabelanbieter Milliarden in die Web-Infrastruktur investiert, während die günstige Finanzierung und die Anlegereuphorie die Kurse der Tech-Aktien in neue Höhen trieben. Doch es zeigte sich schnell, dass die Geschäftsmodelle, die zur Nutzung dieser Infrastruktur erforderlich waren, noch nicht ausgereift waren. Die Bewertungen der Tech-Aktien überstiegen deren Fundamentaldaten. Schließlich waren sehr viele Start-ups überbewertet, das Kapital versiegte und die Blase platzte.

Substanz versus Spekulationen
Manche Analysten erinnert der heutige Aufbau von KI-Server-Kapazität an die Blütezeit der Dotcoms, die bekanntermaßen für die Anleger nicht gut ausgegangen war. Immerhin werden bis Ende 2024 mehr als 100 Milliarden US-Dollar von Unternehmen, Cloud-Firmen und Staaten in die KI-Infrastruktur investiert werden. Doch damit enden die Ähnlichkeiten auch: So sind im Gegensatz zu vielen Unternehmen der Dotcom-Ära die Mega-Caps, die hinter dem aktuellen Ausbau der Cloud-Infrastruktur stehen, bereits profitabel. Mit Cloud-Infrastruktur werden beträchtliche Umsätze erzielt, von Cloud-Anwendungs- und Infrastruktursoftware bis hin zu Werbung in sozialen Medien. Das spiegelt sich in der Cloud-Kapitalintensität (Investitionsausgaben als Prozentsatz der Gesamteinnahmen) wider. Weil die aufgebaute Infrastruktur bereits durch die Nachfrage unterstützt wird (Abbildung), haben diese sich zuletzt stabil entwickelt.

Anstatt das nächste große Produkt zu prognostizieren – eine fehlgeschlagene Taktik des Dotcom-Booms – investieren die profitablen KI-Unternehmen von heute in erster Linie in die Cloud-Infrastruktur, um Effizienz zu steigern. Tatsächlich ist das vielleicht die beste Art, Künstliche Intelligenz zu betrachten – als Effizienzsteigerung.

Warum der Gipfel noch nicht zu sehen ist
Der aktuelle Ausgabenboom konzentriert sich auf den Aufbau der nächsten Ebene der digitalen Infrastruktur – bekannt als „Accelerated Compute“ (beschleunigte Datenverarbeitung), wo Generative Künstliche Intelligenz (GKI) nur eine von vielen Anwendungen ist. „Accelerated Compute“ ist eine effizientere Form der Recheninfrastruktur, die sowohl Künstliche Intelligenz als auch Nicht-KI-Arbeitslasten unterstützt – von Empfehlungen für Social-Media-Inhalte über probabilistisches Targeting bis hin zu Simulationen für die Medikamentenentwicklung. Die sich daraus ergebenden Effizienzgewinne führen zu einer weitaus schnelleren Verbreitung von Künstlicher Intelligenz als dies von vielen Experten erwartet wurde. Die beschleunigte Datenverarbeitung stellt ein neues Paradigma dar, mit dem sich Arbeitslasten bewältigen lassen, die zuvor unpraktisch waren. Das Simulationsunternehmen ANSYS schätzt etwa, dass die Ausführung einer High-End-Aerodynamiksimulation auf beschleunigten Rechnern die Simulationszeit um das 33-Fache beschleunigen könnte.

Und es gibt noch jede Menge weiteres Potenzial: Derzeit werden jährlich zwischen 10 und 15 Millionen CPUs ausgeliefert, verglichen mit weniger als einer Million beschleunigter Server. Wir schätzen, dass weniger als 25 Prozent der weltweit installierten Rechenleistung beschleunigt ist (Abbildung), während es vor zwei Jahren noch fast null waren.

Bewertungen deutlich unter dem Niveau der Dotcom-Ära
Die Chance auf einen Quantensprung in der Produktivität ist real. Die Einführung und Anwendung der Technologie wird sich jedoch über Jahre hinziehen, und es wird einige Zeit dauern, bis die Anleger die langfristigen geschäftlichen Nutznießer dieses dramatischen technologischen Paradigmenwechsels identifizieren können. Wir befinden uns in einem Wandel, der Anfang der 1990er-Jahre begann – eine Reise, die uns vom Schmalband über das Breitband zum Mobilfunk und nun zur Generativen Künstlichen Intelligenz geführt hat. Anstatt diese Phase der technologischen Entwicklung mit der Dotcom-Blase zu vergleichen, halten wir es für sinnvoller, sie als eine Erweiterung des Web 3.0 zu betrachten – ein wesentlich effizienteres, dezentralisiertes Internet, das durch Peer-to-Peer-Netzwerke verbunden ist und durch maschinelles Lernen angetrieben wird. In diesem Zusammenhang liegt die Einschätzung nahe, dass ein gutes Maß an Marktübertreibungen bereits im Jahr 2022 abgebaut wurde, als Technologieaktien stark fielen. Obwohl sich die Technologieaktien von diesem Schock teilweise erholt haben, glauben wir nicht, dass sie so überbewertet sind, wie einige Anleger glauben – und sie sind sicherlich nicht auf dem Niveau, das sie in der Dotcom-Ära erreicht hatten (Abbildung).

Erdbebenartige Technologiezyklen bringen unweigerlich Höhen und Tiefen mit sich. Doch unabhängig von den Marktbedingungen sind wir der Meinung, dass Unternehmen, die durch Künstliche Intelligenz einen differenzierten Wettbewerbsvorteil aufbauen, das Potenzial haben, den Anlegern ein langfristiges Gewinnwachstum zu bescheren. Wir befinden uns heute in einem sehr frühen Stadium eines transformativen digitalen Infrastruktur-Upgrade- und Produktzyklus. Die Branchentrends deuten darauf hin, dass es sich nicht um eine weitere Technologieblase handelt. Aktienanleger mit einem geduldigen und disziplinierten Ansatz sollten Unternehmen mit nachhaltigen KI-Geschäftsmodellen identifizieren können, die auf echter Profitabilität und nicht auf falschen Versprechungen basieren.

Bild:Lei Qiu, International Technology

Quelle:redRobin. Strategic Public Relations GmbH

fynk: Seriengründer starten Vertragsmanagement-Software und geben Preseed-Runde bekannt

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Prescreen-Founder Wintoniak, Hackl und Presle greifen mit prominenten Business Angels nach einem rasch wachsenden Milliardenmarkt.
Unzureichendes Vertragsmanagement kostet Unternehmen weltweit jährlich zwei Billionen US-Dollar an zusätzlicher Wertschöpfung.
Das Fehlen einer einfachen, leistbaren und zeitgemäßen Vertragsmanagement-Software für Klein- und Mittelbetriebe führte zur Gründungsidee von fynk.

Constantin Wintoniak, Dominik Hackl und Markus Presle erlangten spätestens im Jahr 2017 mit dem Verkauf ihres Unternehmens Prescreen an Xing um 17 Millionen Euro unter deutschsprachigen Gründern eine schlagartige Bekanntheit. Nun haben sich zahlreiche prominente Business Angels an ihrem neuen Vertragsmanagement-Softwareunternehmen fynk im Zuge der Preseed-Finanzierungsrunde beteiligt.

Unter den Investoren finden sich Johann „Hansi“ Hansmann (The Hans(wo)men Group), das Family Office CoastCap von Finanzcheck-Gründer Moritz Thiele, Andreas Burike (AnyDesk), Personio Co-Founder Ignaz Forstmeier, PlanRadar-Mitgründer Domagoj Dolinsek, Latido-Gründer Stefan Speiser, Alexander Brix (Head of Operations Europa, Canva), Kai Romberg, der mit Hg den größten Tech-Investor Europas mit aufgebaut hat, sowie Wirtschaftsanwalt Manuel Mofidian mit dessen DeepTech Inkubator. Zusätzlich sicherte sich das Unternehmen eine FFG-Förderung, sodass mit dieser ersten Finanzierungsmaßnahme in Summe 1,25 Millionen Euro Wachstumskapital für den heute erfolgten „Public Launch“ der SaaS-Lösung eingesammelt wurden.

Schnell wachsender Markt
Der globale Markt für Vertragsmanagement-Software hatte im Jahr 2023 laut Emergen Research ein Volumen von 2,75 Milliarden US-Dollar und wird mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 14,4 % eine Größe von 9,23 Milliarden US-Dollar im Jahr 2032 erreichen. Als Wachstumstreiber gelten der zunehmende Bedarf an effizienteren Vertragsprozessen und besserem Risikomanagement, sowie Änderungen der rechtlichen Anforderungen. Hinzu kommt die Integration von KI-Technologien in Vertragsmanagement-Software, die neue Anwendungsszenarien bei der Analyse und Verfolgung vertraglicher Vereinbarungen ermöglichen.

Durch schlechtes Vertragsmanagement und veraltete Prozesse entgehen Unternehmen laut Deloitte Consulting weltweit zwei Billionen US-Dollar an zusätzlicher Wertschöpfung.

„Die Mehrheit der Unternehmen mit 10 bis 500 Mitarbeiter:innen arbeitet nach wie vor mit Textverarbeitungsprogrammen, um ihre Verträge zu erstellen, abzustimmen und zu verwalten. Bislang stand ihnen weder technologisch, noch im Hinblick auf die Kosten, eine geeignete Lösung für den Umstieg auf eine zeitgemäße Software zur Verfügung. Genau diese Organisationen adressieren wir mit fynk, um die Produktivität, Genauigkeit und Kosteneffizienz im Management von Verträgen zu steigern und damit verbundene Verwaltungs- und Abstimmungsprozesse zu rationalisieren“, erklärt Constantin Wintoniak, CEO und Mitgründer von fynk.

„Mit fynk haben wir in den vergangenen zwei Jahren eine einfache, moderne Vertragsmanagement-Software zur Erstellung, Prüfung, Zeichnung und Analyse von Verträgen in großer Anzahl in Wien entwickelt“, so Wintoniak. Über das Tool werden Verträge von Anfang bis Ende in einer flexiblen, benutzerfreundlichen Cloud-Lösung organisiert. Anwender:innen erhalten dadurch die vollständige Transparenz, Kontrolle und Steuerung über alle rechtlichen Dokumente im Unternehmen. Von überall, zu jeder Zeit, in einem Browser.

Die Monatsabos starten bei 69 Euro für zwei Nutzer:innen. Größere Pakete mit bis zu acht Nutzer:innen inklusive KI-Vertragsanalyse und KI-Zusammenfassung kosten monatlich 299 Euro. Zu den Kunden zählen unter anderem der FC Nürnberg, Finmatics, Löwenanteil und Unite.

„Wir hatten in unserem letzten Software-Unternehmen Prescreen selbst die Herausforderung, den Überblick über unsere Verträge, Fristen, Freigaben, Vorlagen und Risiken zu behalten. Auf Basis unserer Marktrecherche haben wir jedoch keine benutzerfreundliche, intelligente und leistbare Lösung für den KMU-Bereich gefunden. Das war für uns der Auslöser, wieder neu zu gründen“, kommentiert Mitgründer und CSO Markus Presle die Genesis von fynk.

Verträge sind die Basis jedes Unternehmens und geschäftlicher Transaktionen, jedoch werden sie häufig nachlässig behandelt und oft gänzlich mit manuellen Prozessen abgewickelt. „Genau das wollen wir mit fynk ändern und für praktisch alle Unternehmen eine zeitgemäße Lösung anbieten. Zusätzlich nutzen wir im Produktkern unsere proprietären KI-Funktionen, um Verträge automatisiert zu analysieren, prüfen, durchsuchen und bearbeiten“, so Wintoniak abschließend.

Bild:Markus Presle, Dominik Hackl und Constantin Wintoniak haben eine zeitgemäße, leistbare Vertragsmanagement-Software für KMUs entwickelt.Bildquelle: Victor Liska

Quelle:Reiter PR

Forsa: FDP rutscht wieder auf fünf Prozent ab

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Bijan Djir-Sarai und Christian Lindner (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In der aktuellen Sonntagsfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa ist die FDP in der Wählergunst wieder abgerutscht. In der Erhebung für die Sender RTL und ntv verliert sie einen Punkt und kommt nur noch auf fünf Prozent.

Die Union kann nach dem CDU-Parteitag einen Prozentpunkt hinzugewinnen und verbessert sich leicht auf 32 Prozent. Um jeweils einen Prozentpunkt verbessern sich auch die Grünen (13 Prozent) und das BSW (5 Prozent). Die sonstigen Splitterparteien (11 Prozent) schneiden etwas schlechter ab als in der Vorwoche. Die Werte für die SPD (16 Prozent), die AfD (15 Prozent) und die Linke (3 Prozent) bleiben unverändert.

Mit Blick auf die Kanzlerfrage würden sich bei der Alternative Olaf Scholz (SPD) und Friedrich Merz (CDU) trotz einer eher negativen Bewertung der bisherigen Arbeit des amtierenden Kanzlers aktuell mehr Wahlberechtigte für Scholz (32 Prozent) als für Merz (29 Prozent) entscheiden. Im Zweikampf Scholz gegen NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) stünde es aktuell unentschieden (jeweils 28 Prozent). Im Duell CSU-Chef Markus Söder gegen Scholz würden sich 36 Prozent für den Unionskandidaten und 30 Prozent für Scholz entscheiden.

Die Daten wurden vom 7. bis 13. Mai erhoben. Datenbasis: 2.006 Befragte.


Foto: Bijan Djir-Sarai und Christian Lindner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Die immerwährende Diktatur von ChatGPT

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Herr Holz, welche Rolle spielt Ilja Sutskever als Chefwissenschaftler von OpenAI und Mastermind hinter ChatGPT in Bezug auf die öffentliche Wahrnehmung von Künstlicher Intelligenz?

Holz: Ende 2022 erblickte ChatGPT das Licht der Öffentlichkeit. Der Mitgründer von OpenAI und Mastermind hinter der Entwicklung von ChatGPT – Ilya Sutskever – war unter Insidern längst eine Legende. Bekannt wurde er einer breiten Öffentlichkeit aber erst durch seinen Putschversuch gegen Sam Altman, CEO und ebenfalls Mitgründer von OpenAI. Er wollte Pandora der Superintelligenz erst aus ihrer Büchse lassen, wenn die Sicherheitsmaßnahmen geklärt sind.

Ilya Sutskever ist nicht nur ein erfahrener Programmierer, sondern gehört auch zu den am meisten zitierten KI-Forschern der Welt. Schon 2012 war er im Team von Geoffrey Hinton, dem „Godfather of AI“, als mit ImageNet der überraschende Durchbruch bei neuronalen Netzwerken gelang. Seither dominiert diese Technik die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz.

Der noch in der Sowjetunion geborene Sutskever ist zweifellos von den Erfahrungen seiner Familie mit einer menschenunwürdigen Diktatur geprägt. Man mag sich die mörderischen Exzesse einer Planwirtschaft gar nicht vorstellen, wenn Stalin im Besitz der Technologie gewesen wäre, die der junge Sutskever miterfunden hat.

Mit GPT-2 kam für Hinton, Sutskever und andere Experten ein “Oppenheimer Moment”. Sie waren von der überraschenden Leistungsfähigkeit ihrer eigenen Schöpfung schockiert. ChatGPT hatte ungeplante Fähigkeiten entwickelt. Beispielsweise konnte das System von alleine zwischen verschiedenen Sprachen übersetzen, obwohl das gar nicht vorgesehen war. Welche, vielleicht gefährlicheren Fähigkeiten lauern da noch in der Tiefe dieser Technologie?

Was sind die potenziellen Gefahren, die Sam Altman, der Geschäftsführer von OpenAI, im Zusammenhang mit exponentiellem Innovationsvorsprung vor „Konfliktstaaten“ sieht, und wie versucht er diese zu vermeiden?

Holz: Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Diktatoren und andere Bösewichte mit hochintelligenten Algorithmen großen Schaden anrichten könnten.

Verantwortungsträgern wie Sam Altman ist allerdings bewusst, dass eine Verzögerung der Entwicklung den Bösewichten in die Hand spielen kann. Das Know How neuronaler Netzwerke in offenen Gesellschaften ist nicht nur für Menschen verfügbar, die guten Willens sind.

Ohne Nachteile in Kauf zu nehmen, gibt es keine Innovation. Mit dem Auto haben wir den Autounfall dazu erfunden. Gegen den Autounfall haben wir wiederum Gurt, Airbag und ABS erfunden. Sam Altman hat gute Gründe darauf zu vertrauen, dass die Aufrecherhaltung des Innovationsvorsprungs in gewohnter Weise potentielle Schäden besser einfangen kann als Ängstlichkeit.

So sehen wir bereits heute, dass KI-Systeme das Internet immer sicherer machen. Bevor bösartige Akteure überhaupt Zugang zu neuen Anwendungen haben, können Schwachstellen durch KI umfassender identifiziert und behoben werden, als durch Menschen.

Wie unterscheiden sich die Ansichten der KI-Weltuntergangspropheten von den Vorstellungen, die sich auf die Implementierung einer KI richten, die mit den Bedürfnissen der Menschen übereinstimmt?

Holz: Hollywood hat uns ein bestimmtes Narrativ der Künstlichen Intelligenz als eigenständige – meist böse – Persönlichkeit eingeflößt. Das hat aber dramaturgische und keine wissenschaftlichen Gründe. Eine KI ist eben kein Antagonist in einem Blockbuster, sondern nur ein fragiles Stück Software für einen bestimmten Zweck.

KI-Apokalyptiker beschäftigen sich mit der Hypothese, ob ein System, das millionenfach klüger ist, als die gesamte Menschheit, gefährlich sein könnte. In Analogie sind Menschen tausendmal klüger als Ameisen. Wenn wir es vermeiden können, tun wir ihnen nichts. Aber wenn wir ein Haus bauen, schonen wir die betroffenen Insekten nicht.

Noch ist die Machbarkeit einer Superintelligenz reine Spekulation. Sollte es aber so weit kommen, wäre es im Nachhinein klug gewesen, rechtzeitig Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, damit wir nicht das Schicksal der Ameise teilen.

Dieses sogenannte Alignment Problem beschäftigt sich mit der Frage, wie man eine Superintelligenz davon überzeugen kann, uns nichts zu tun. Schließlich bedeutet “Superintelligenz”, dass sie alle Sicherheitsmaßnahmen austricksen kann.

Pragmatische Experten empfehlen, die KI-Systeme einfach nicht einzuschalten, wenn sie gefährlich werden.

Welche aktuellen Auswirkungen von KI werden von Tristan Harris betont, insbesondere im Hinblick auf Manipulation, Hassrede und Sucht?

Holz: Jahre bevor neuronale Netzwerke ins mediale Rampenlicht gerückt sind, wurden sie bei Google oder Facebook schon eingesetzt, um die Vorlieben und Vorurteile der Nutzer zu befriedigen.

Ohne zu verstehen, worum es geht, haben KI-basierte Vorschlagssysteme entdeckt, dass Menschen moralische Empörung gegenüber anderen spannend finden. Hassrede verschafft einen Vorteil im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der User. Und das korreliert mit Werbezeit als Einnahmequelle. Soziale Medien halten uns hier einen Spiegel vor. Und wir müssen nicht immer mögen, was wir darin sehen.

TikTok hat diese Benutzerbefriedigung so optimiert, dass man sich nach einer kurzen Einlernphase kaum mehr lösen kann. Bei Menschen, die sonst kein Leben haben, kann das zur Sucht führen. Substanzlose Sucht ist nicht so sehr eine Frage der Disziplin, sondern tragfähiger Beziehungen zu Familie und Freunden.

Menschen, die manipulierbar sind, nennt man Kinder. Die muss man schützen. Für alle anderen gilt: „Werde erwachsen.“ Kritisches Denken ist in Zeiten der Sozialen Medien nicht mehr optional.

Tristan Harris hat eine sehr schöne Metapher für die Versuchung der Sozialen Medien geprägt. Das Swipen nach oben, um neue Meldungen angezeigt zu bekommen, funktioniert genau so wie der Arm des einarmigen Banditen im Spielkasino. Bei der nächsten Bewegung ist vielleicht doch noch etwas Interessantes dabei. Also bleibt man dran.

Die Älteren kennen das als Zappen vor dem Fernseher. Dahinter steckt die Hoffnung, dass auf irgendeinem Kanal doch noch etwas Gutes läuft. Aber es ist genau die Unsicherheit der Gratifikation, die einen weitermachen lässt.

Im Unterschied zu den klassischen Massenmedien wird das KI-gesteuerte und KI-generierte Programm auf den einzelnen Betrachter maßgeschneidert. Die eigene Selbstbeherrschung muss also gegen einen Supercomputer antreten, der einen zu unterhalten versucht.

Bei oberflächlicher Betrachtung von Machtverhältnissen kann man unvorhersehbare Phänomene der KI wie z.b. Manipulation, Sucht, Hassrede und ähnliches als Instrumente von Unterdrückung missverstehen. Tristan Harris selbst ist kein Vertreter der kritischen Theorie der Frankfurter Schule. Die Kritische Theorie geht von der offensichtlich falschen Annahme aus, dass KI-getriebene Unternehmen aus Unterdrückung Profit schlagen.

Es ist vermutlich kein Zufall, dass pauschale Digitalisierungskritik um 2015 nur wenige Jahre nach der Anwendung neuronaler Netze bei kurativen Anwendungen wie Sozialen Medien und Suchmaschinen einsetzt.

Kritik ist eine wichtige Richtschnur für ethische Analysen und moralische Softwareentwicklung, die im Interesse aller Stakeholder sind. Problematisch wird es, wenn man die Algorithmen für gesellschaftliche Schwächen verantwortlich macht, die viel älter sind als die Technik, wie z.b. Rassismus, Neid und Hass.

Wir können vom Staat fordern, einzelne Unzulänglichkeiten zu verbieten. Damit untergraben wir unsere Demokratie. Denn der Staat muss unparteiisch sein. Und es gibt zu allem jemanden, der etwas anderes für unzumutbar hält.

Im Kampf der Weltanschauungen des Silicon Valley, ist die gegenwartsorientierte Machkritik an der Digitalisierung in den Schatten der öffentlichen Wahrnehmung geraten.

Wie wird der Kulturkampf im Spannungsfeld von Longtermismus, effektivem Accelerationalismus in der Diskussion über KI deutlich, und warum ist es lohnenswert, genauer hinzuschauen?

Holz: Die Moralphilosophie des effektiven Altruismus verlangt von uns, nicht nur dort zu helfen, wo wir in unserem Umfeld direkt eingreifen können. Wenn alle Menschen den gleichen Wert haben, darf es für eine humanistische Moral keinen Unterschied machen, wie weit die hilfsbedürftige Person entfernt ist. Zur Tugend des effektiven Altruismus gehört es, möglichst reich zu werden, damit man viel spenden kann.

Longtermismus erweitert diese Moralphilosophie um die Zukunft. Sie fragt, was wir heute tun können, damit es möglichst vielen Menschen in einer noch so fernen Zukunft gut geht.

Kritiker meinen, man sollte sich zuerst um die gegenwärtigen Probleme wie z.B. den Klimawandel und seine Auswirkungen kümmern. Allerdings hat solch kurzfristiges Denken Probleme wie den Klimawandel erst verursacht.

Es ist also wichtig, nicht all seine Ressourcen auf die Gegenwart zu richten, sondern sich auch um die existentiellen Probleme zu kümmern, die erst noch vor uns liegen, wie z.b. Supervulkane, Killer-Meteoriten oder eben die KI-Apokalypse, die Ilya Sutskever und Kollegen solche Sorgen bereitet.

Gegen die pessimistische Sicht des Longtermismus hat sich mit den effektiven Accelerationalisten e/acc eine Gegenbewegung gebildet, die in der Weiterführung des bisherigen Erfolgsmodells der Beschleunigung die beste Lösung sieht.

Während viele Menschen glauben, dass unendliches Wachstum auf einem endlichen Planeten nicht möglich wäre, zeigt uns die Natur das Gegenteil. Wasser auf der Erde ist eine finite Resource. Aber der Wasserkreislauf macht unendlichen Gebrauch davon.

Leben auf unserem Planeten ist grenzenlose Produktion und Konsum ohne Abfall. Eine Grenze, die nicht überschritten werden kann, ist keine Grenze, sondern das Ende. Und am Ende sind wir noch lange nicht.

Autor Christoph Holz:

Christoph Holz hat Raumfahrttechnik und Informatik an der Technischen Universität in München studiert und mehrere Unternehmen gegründet.
Er ist ein gefragter Keynote Speaker rund um die menschlichen Fragen der digitalen Transformation durch Künstliche Intelligenz und Robotik. Christoph Holz weiß mit Sprachwitz, eindrucksvollen Bildern und außergewöhnlichen Beispielen zu begeistern. Er verbindet Technologie, Gesellschaft und Wirtschaft zu einem sinnstiftenden Ganzen. Seine Zukunftsperspektiven nehmen den Menschen die Angst vor Veränderung und trainieren die Innovationsfähigkeit seiner Zuhörer.

Der Informatiker und Raumfahrttechniker weiß, wovon er spricht. Er ist Hochschullehrer und ein echter Cyborg. Als Business Angel engagiert er sich in Australien und Singapur und investiert in vielversprechende Projekte im Bereich Künstliche Intelligenz, Blockchain und Co-Living. Start-ups profitieren dabei von seinen 20 Jahren Erfahrung als IT-Unternehmer in Europa und dem Silicon Valley. Einer breiten Öffentlichkeit ist Holz als TV-Experte, z.B. bei Sat.1, RTL oder N-TV bekannt.

Webseite: www.christophholz.com

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sehnsucht nach Sommer und Bergen?

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sommer Bild Quelle: KOTTERSTEGER (Alpinhotel Keil)

Sehnsucht nach Sommer und Bergen?
„7 Täler in 7 Tagen“ – das Alpinhotel Keil ist der perfekte Ausgangspunkt zum Wandern und Biken im Pustertal

Lieber mittendrin im Bergsommer als nur dabei, scheint das Motto im Alpinhotel Keil in den Südtiroler Dolomiten zu sein. Rein in die Wanderschuhe und raus in die Natur – rauf aufs Bike und ab in die Berge. Hier in der Erlebnis-region Kronplatz spielt sich der Sommer in der herrlichen alpinen Natur ab. Gleich drei Naturparks umgeben das Alpinhotel Keil: Fanes-Sennes-Prags, Puez-Geisler, Rieserferner-Ahrn. Das vielseitige Haus liegt direkt am Tor zum Bergvergnügen und krönt die Urlaubstage mit modern-behaglichen Wohnwelten, Wellness „with a view“, kulinarischen Genüssen – und einem Gastgeber, der als begeisterter Biker seinen Gästen unvergessliche Bike-Erlebnisse beschert.

Das Alpinhotel Keil ist Mitglied der BikeHotels Südtirol und bei Mountainbike Holiday
Bike-Verleih direkt im Hotel

Radbegeisterte Naturliebhaber können sich im Alpinhotel Keil auf herzliche Gastfreundschaft, kompetente Tourenberatung und exzellentes Guiding verlassen. Die Lage für einen unvergesslichen und abwechslungsreichen Bike-Urlaub könnten nicht besser sein. Ausgesprochene Bike-Liebhaber mit Schmackes in den Wadeln bekommen von den knackigen Mountainbike-Trails im Pustertal nicht genug, egal ob auf dem klassischen oder dem E-Mountainbike. Genussradler bevorzugen die etwas weniger anstrengenden, aber nicht minder schönen Bike-Touren. Vom Downhill am Kronplatz bis zu gemütlichen Radwegen im Tal für die ganze Familie – rund um das Alpinhotel Keil treten alle in die Pedale. Besonders praktisch ist der E-Bike-Verleih direkt im Hotel. Das Bike-Wochenprogramm bietet viele großartige Highlights. Individuelle und persönliche Tourenberatung und viele geführte Biketouren sind hier Chefsache. Lukas Brunner ist geprüfter Bike-Guide, steht den Gästen mit Rat und Tat zur Seite und weiß, welchen Service „seine Biker“ schätzen.

Naturschönheiten
Urlaub direkt am Tor in die Dolomiten

Die schönsten Berge der Welt – das sind für viele zweifellos die Dolomiten, deren hellgraue Gipfel seit jeher die Menschen in ihren Bann ziehen. Das UNESCO-Weltnaturerbe liegt Wanderern und Bergsteigern im Alpinhotel Keil zu Füßen. Neben herrlichen Touren zum Pragser Wildsee, zum Antholzer See und zu den Drei Zinnen warten unzählige Routen für jede Könnerstufe. Urige Hütten und Berggasthöfe laden zu einer Rast mit zünftiger Brotzeit ein. Mehrere geführte Wanderungen pro Woche begleiten Aktivurlauber zu den schönsten Plätzen der Region. Wer es beim Wandern am Kronplatz etwas gemütlicher angehen möchten, überwindet die Höhenmeter bequem mit einer der Aufstiegsanlagen von Bruneck, Olang oder dem Furkelpass. Mit dem Guest Pass Olang können Urlauber alle öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol kostenlos benutzen und haben freien Eintritt in über 80 Museen.

just alpine – ein Urlaubszuhause für Aktive

Draußen die Berge, drinnen eine stilvolle Wohlfühlwelt auf der ganzen Linie. Der unangefochtene Lieblingsplatz vieler Gäste des Alpinhotel Keil ist der Indoor-Outdoor-Rooftop-Panoramapool. Sich die Sonne ins Gesicht scheinen lassen, den herrlichen Ausblick auf die Pustertaler Bergwelt genießen, den Alltag vergessen. Von Saunen über (Heil)Massagen bis hin zu Anwendungen – der stilvolle Wellnessbereich animAlpina Spa bietet Entspannung pur.

„just alpine“ ist der Urlaub im Alpinhotel Keil, „just alpine“ ist auch die Küche. Aus besten, vorwiegend heimischen Zutaten zaubert das Küchenteam kulinarische Köstlichkeiten. Etwa die handgemachte Pasta mit Wildkräutern, die köstlichen Rote-Bete-Spätzle oder der duftende Apfelstrudel aus Bio-Äpfeln. Und weil Wein eine Leidenschaft ist, berät der Hausherr als Sommelier die Feinschmecker beim Abendessen persönlich. Im neuen Raritätenweinkeller lagern Weine aus dem gesamten Alpenraum – von Burgund über Piemont bis zum Burgenland und Venetien. Der living room „peak“ im Hotel ist ein Ort mit Wohnzimmer-Charakter, an dem sich Einheimische wie Gäste in lockerer Atmosphäre austauschen, gute Getränke genießen und samstags sogar mit lässiger Musik unterhalten werden.

Die längsten Tage des Jahres im Freien verbringen, Berge erklimmen, Radtouren, Gipfelbesteigungen, die schönsten Bergseen des Alpenraums, gesellige Feste und laue Sommerabende: Genießer wohnen im Alpinhotel Keil in geschmackvollen Wohnwelten. Seit fünf Generationen wächst hier eine gelungene Kombination aus Tradition und Innovation. Ab Sommer 2024 ist das neu erbaute Guesthouse Keil fertig – viel Platz, viel Aussicht, alles neu, hochwertig, natürlich, unterirdisch mit dem Alpinhotel verbunden und auch mit dem kompletten exzellenten Hotelservice. Ein gutes Gefühl: Seit Oktober 2023 trägt das Alpinhotel Keil das Nachhaltigkeitslabel Südtirol.

Alpinhotel Keil
www.alpinhotel.it

Bild Quelle: KOTTERSTEGER (Alpinhotel Keil)

Quelle mk Salzburg

Soummé Von der Höhle der Löwen zum internationalen Erfolg

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Soummé expandiert in die Vereinigten Arabischen Emiraten

Soummé expandiert in die Vereinigten Arabischen Emiraten

Seit ihrem Auftritt in der „Höhle der Löwen“ im Jahr 2019 haben die Gründerin Sümmeyya Bach und Investor Ralf Dümmel gemeinsam an der Erfolgsgeschichte von Soummé gearbeitet. Durch ihre engagierte Zusammenarbeit konnten sie bereits über 800.000 Einheiten verkaufen und einen Handelsumsatz von ca. 16 Millionen Euro erzielen.
Soummé: Antitranspirant bietet zuverlässigen Schutz gegen übermäßiges Schwitzen

Unschöne Schweißflecken, übler Körpergeruch – für viele ist das nicht nur im Hochsommer besonders lästig. Soummé kann helfen: Das Antitranspirant reduziert übermäßiges Schwitzen zuverlässig und pflegt gleichzeitig die Haut unter anderem mit Aloe Vera, Allantoin und Glycerin. Soummé verzichtet darüber hinaus vollständig auf Ethylalkohol, Parabene, PEG-Stoffe, Parfüm sowie Farbstoffe.

Sümmeyya Bach, die Gründerin von Soummé, hatte selbst lange Zeit mit starkem Schwitzen zu kämpfen. Nach erfolglosen Versuchen mit handelsüblichen Antitranspiranten, entwickelte sie Soummé. 2019 überzeugte sie in der VOX Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ gleich drei Löwen mit ihrem starken Auftritt und schloss den Deal mit Investor und Wunschlöwe Ralf Dümmel.

Von der Höhle bis zum internationalen Erfolg

Neben dem bisherigen Erfolg hat Soummé große Pläne für die Zukunft. Das Unternehmen plant, in den Vereinigten Arabischen Emiraten Fuß zu fassen, was für Gründerin Sümmeyya Bach ein langgehegter Traum ist. „Der arabische Markt war seit der Gründung meines Unternehmens ein Traum von mir. Zum einen habe ich selbst arabische Wurzeln und zum anderen bietet sich das Produkt thematisch optimal an“, erklärt sie.

Soummé expandiert in die Vereinigten Arabischen Emiraten

Um diese Expansionspläne voranzutreiben, haben Ralf Dümmel und Sümmeyya Bach gemeinsam eine Reise nach Dubai unternommen. Ein Höhepunkt der Reise war ein persönliches Treffen mit einem Mitglied einer der Königsfamilien, H.H. Sheikh Ahmed bin Faisal Al-Qassimi, das die Weichen für eine vielversprechende Zusammenarbeit gestellt hat. H.H. Sheikh Ahmed bin Faisal Al-Qassimi ist ein Mitglied der königlichen Familie der Emirate Sharjah & Ras Al Khaimah der Vereinigten Arabischen Emirate.
Bereits jetzt trägt die Kooperation Früchte: Soummé ist nun in der größten Drogeriekette Watsons platziert.

„Die Zusammenarbeit mit Ralf Dümmel & seinem Team hat mir zu enormen Wachstum verholfen. Ich freue mich, dass wir mit Soummé international eine wichtige Rolle spielen werden. Auch nach nun gut fünf Jahren Zusammenarbeit mit Ralf, bin ich immer wieder positiv überrascht, über sein bodenständiges und respektvolles Wesen. Ich habe Ralf auch als Mensch sehr lieb gewonnen“ Sümmeyya Bach, Gründerin Soummé

„Sümmeyya ist eine außergewöhnliche Gründerin. Sie hat mit ihrem unermüdlichen Einsatz und ihrem Mut, Soummé zu einem beeindruckenden Erfolg geführt. Sie hat nicht nur einen großartigen Problemlöser entwickelt, sondern auch alle Herausforderungen gemeistert und eindrucksvoll bewiesen, dass sie eine starke Unternehmerin ist. Ihr Engagement, ihre Zielstrebigkeit und ihr Durchhaltevermögen verdienen höchsten Respekt. Ich bin stolz darauf, Teil ihrer Reise zu sein und freue mich, dass Soummé nun auch in der arabischen Welt großartige Erfolge feiern wird.“ Ralf Dümmel, Investor und Gesellschafter der DS Gruppe

Bilder: Fotocredits: Soummé | DS Unternehmensgruppe

Quelle DS Unternehmensgruppe