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G+D Green Longlife erhält den IACA-Award für das beste Banknoten-Feature

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G+D Green LongLife

Mit dem langlebigen Banknotenpapier Green LongLife setzt Giesecke+Devrient (G+D) neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit im Bargeldkreislauf. Die IACA (International Association of Currency Affairs) hat das innovative Substrat jetzt mit dem renommierten IACA-Award in der Kategorie „Best New Banknote Feature“ ausgezeichnet.

Die IACA ist einer der größten Verbände innerhalb der Bargeldindustrie und verleiht bereits seit 2007 die Excellence in Currency Awards. Damit honoriert sie besondere Leistungen bei der Herstellung, Abwicklung und Verteilung von Banknoten sowie Münzen. Bei der diesjährigen Preisverleihung auf der Banknote Conference im US-amerikanischen Fort Worth am 15. Mai hat die Jury das nachhaltige Banknotensubstrat Green LongLife von G+D als das beste neue Banknoten-Feature ausgezeichnet. Darüber hinaus war G+D in zwei weiteren Kategorien unter den Finalisten. Der G+D Banknote Fibre Extractor hat es in die Endrunde der Kategorie „Best New Cash Cycle Innovation“ geschafft und die mit G+D-Sicherheitstechnologie ausgestattete kasachische 10.000-Tenge-Note war als „Best Commemorative Banknote“ nominiert.

Das langlebige Banknotensubstrat GreenLongLife basiert auf nachhaltigen, nachwachsenden Rohstoffen wie zertifizierter Bio-Baumwolle oder Zuckerrohr, das als Basis für einen Bestandteil der schmutzabweisenden Beschichtung dient. Der biobasierte Kohlenstoffgehalt der Note liegt bei über 85 %. Für die Sicherheitsfäden und -folien kommt zu 70 Prozent recyceltes Polyester zum Einsatz. Auf diese Weise reduziert Louisenthal, Tochterunternehmen der G+D-Gruppe, nicht nur den Anteil an Kunststoff und mineralölbasierten Farben in der Banknote, gleichzeitig sinkt auch der CO2-Ausstoß und die Lebensdauer verdoppelt sich im Vergleich zu einer Standardnote.

Der integrierte Sicherheitsstreifen der Green-LongLife-Musternote hat bereits im vergangenen Jahr den „Excellence in Holography“-Award erhalten. G+D beweist damit eindrucksvoll, dass Nachhaltigkeit und Sicherheit perfekt miteinander vereint werden können. So gibt es auch auf Seiten des Fälschungsschutzes keine Kompromisse, alle Sicherheitsmerkmale der Stufen L1 bis L3 sind kompatibel und können in der Green-LongLife-Note integriert werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die große Designfreiheit bei der Individualisierung.

„Die Technologie und das nachhaltige Substrat der Green-LongLife-Banknote ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg, umweltschonende Prozesse und langlebige Produkte voranzutreiben“, sagt Clemens Berger, Vorsitzender der Geschäftsführer der Papierfabrik Louisenthal. „Umso mehr bekräftig uns die Auszeichnung der IACA in unserem Handeln und zeigt, dass wir mit unseren innovativen Ansätzen die Bedürfnisse des Marktes und die Anforderungen an Nachhaltigkeit vereinen können.“

Bild Das nachhaltige Banknotensubstrat Green LongLife von G+D hat den IACA Award als „Best New Banknote Feature“ erhalten. (Quelle G+D)

Quelle PR-COM GmbH

Grüne beschließen 15-Punkte-Plan gegen Rechtsextremismus und AfD

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Demo gegen Rechtsextremismus (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Grünen-Parteispitze hat sich auf ein 15-Punkte-Papier, mit dem die Partei auf verschiedenen Ebenen die Gefahr durch Rechtsextremismus bekämpfen will.

Gefordert wird darin unter anderem eine Task-Force, die fortlaufend Erkenntnisse der Verfassungsschutzämter aus Bund und Ländern über die AfD und ihre Jugendorganisation zusammenführen soll, berichtet das ARD-Hauptstadtstudio. Die Sicherheitsbehörden sollen hiermit das Material kontinuierlich in den Blick nehmen können, um ein mögliches Verbot abzuwägen. Die Task-Force solle von Bund und Ländern im Rahmen der Innenministerkonferenz eingerichtet werden.

Auch auf europäischer Ebene müsse es eine bessere Zusammenarbeit geben, fordern die Grünen. Dafür brauche es neben einer europäischen Nachrichtendienstagentur, um die Spionageabwehr schlagkräftig zu machen, auch „ein Europol mit eigenen Ermittlungsbefugnissen“. Bundesmeldegesetz und Wahlordnung sollten schließlich so angepasst werden, dass die privaten Adressen von kommunalen Politikern und Ehrenamtlern nicht mehr so leicht öffentlich zugänglich sind.


Foto: Demo gegen Rechtsextremismus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Kinder, es geht wieder raus ins Grüne

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kinder

Family first, so heißt es im Alpenhotel Kindl im Tiroler Stubaital. In dem Familotel leuchten die Kinderaugen und Eltern sind rundum entspannt. Mama und Papa genießen es, dass sie dank großzügiger Kinderbetreuung in den Genuss von Zeit für Zweisamkeit und Adults-only-Wellness kommen. An sieben Tagen in der Woche kümmern sich bestausgebildete und vielerfahrene Kinderbetreuer und Betreuerinnen um die Sprösslinge.

Die Kids erleben tolle Ferien voll Spiel, Spaß und Bewegung in der Natur. Wenn sie vom Kinderclub erzählen, von der Kinderdisco und vom Basteln, von den spannenden Wettbewerben, vom Haflingerreiten, von der Tierfütterung und vielem mehr, dann sich die Kleinen rundum glücklich. Ein abwechslungsreiches Animationsprogramm für die ganze Familie in und um das Hotel bringt ordentlich Action in den Urlaub. 24/7 bleibt das Spielzimmer Kindlive geöffnet. Wann immer Familys Lust haben, kommen sie hierher zum Spielen: Von der Softplayanlage über Spieltische und eine Krabbelecke für die Jüngsten bis hin zu vielen Spielsachen geht es hier kunterbunt zu.

Die kleinen Tierfreunde haben ihre wahre Freude mit den Tieren am hoteleigenen Bauernhof. Da warten Kühe, Schafe, Zwergziegen und Hasen auf Streicheleinheiten. Am Reitplatz nur 500 Meter vom Hotel entfernt ist das volle Pferde Verwöhnprogramm angesagt: striegeln, streicheln, schmusen und reiten. Langeweile, die gibt es im Alpenhotel Kindl nicht. Dafür ganz viel Erholung und Entspannung. Erwachsene ziehen sich gerne in den Adults-only-Spabereich mit Sauna, Dampfbad und einer traumhaften Panoramaterrasse zurück. An der frischen Luft zur Ruhe kommen, die Sonne spüren und einfach nichts tun – das tut gut.

Familien genießen in der Familiensauna Gemeinsam-Zeit. Massagen und Beautybehandlungen sorgen für das große Wohlfühlerlebnis. Unumstritten der Lieblingsplatz der Kinder ist die Funwaterarea mit jeder Menge Rutschenspaß und Pools für Groß und Klein. Die Berge rund um das Kindl und der majestätische Stubaier Gletscher entpuppen sich als Eldorado zum Wandern und Biken und als „Spielwiese“ für kleine Naturentdecker. Mutige sausen mit der Alpen Achterbahn den Berg hinunter oder schwingen im Kid´s Park mit dem Flying Fox über das Wasser. Mit der kostenfreien Stubai Super Card im Gepäck erleben Familien einen großartigen Bergsommer.

Sommererwachen (28.06.–06.07.24)
Leistungen: 3 Nächte mit Vollpension Kids All Inklusiv, Stubai Super Card, täglich Baby- und Kinderbetreuung, Shuttleservice im Stubaital und allen Kindl Inklusivleistungen – Preis p. P.: ab 396 Euro

Stubaier Gipfelsommer (06.07.–31.08.24)
Leistungen: 7 Nächte mit Vollpension Kids All Inklusiv, Stubai Super Card, täglich Baby- und Kinderbetreuung, Shuttleservice im Stubaital und allen Kindl Inklusivleistungen – Preis p. P.: ab 1.184 Euro

Bild Alpenhotel KINDL****
Hotel Kindl Ges.m.b.H
Franz-Senn-Straße 66
6167 Neustift
Tel.: 0043 5226 2241
reservierung@hotel-kindl.at
http://www.hotel-kindl.at

Quelle mk Salzburg

Vom Forschungsprojekt zum Start-up

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ki marktplatz

KI-Marktplatz optimiert Produktionsprozesse

Produktionszeiten verringern, Kosten sparen und Fehler identifizieren – künstliche Intelligenz (KI) ist ein wichtiger Schlüssel in der Produktentstehung. Um Anwender, Anbieter und Experten für KI zusammenzubringen, haben achtzehn Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft im Rahmen des Forschungsprojekts „KI-Marktplatz“ eine digitale Plattform entwickelt. Während der dreijährigen Projektlaufzeit konnten bereits zahlreiche Lösungen für konkrete Industrieanwendungen erarbeitet werden. Jetzt ist aus dem Vorhaben, an dem das Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn federführend beteiligt war, ein digitales Start-up entstanden, das Unternehmen in ganz Deutschland ab sofort einen einfachen Zugang zu KI-Anwendungen von Drittanbietern ermöglicht.

Mit KI Wettbewerbsfähigkeit fördern

„Das Ingenieurwesen wird immer digitaler und KI wird immer entscheidender für die Wirtschaft. Viele Unternehmen betrachten KI als wichtige Zukunftstechnologie und entwickeln vermehrt Strategien, um die Potenziale gezielt zu nutzen und in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren“, sagt Ruslan Bernijazov, Mitarbeiter der Fachgruppe „Advanced Systems Engineering“ am Paderborner Heinz Nixdorf Institut und Mitgründer des „KI-Marktplatzes“. „Neue Technologien identifizieren, Konstruktionsdaten optimieren oder Marktchancen analysieren – KI bietet viel Potenzial zur Steigerung der Produktivität und des Wirtschaftswachstums. Den produzierenden Unternehmen fehlt es oft jedoch an ausreichendem Know-how, um die vielfältigen Möglichkeiten zu erschließen. An dieser Stelle setzen wir mit dem ‚KI-Marktplatz‘ an.“ Gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Roman Dumitrescu vom Institut für Informatik der Universität Paderborn hat Bernijazov das Start-up nach dem erfolgreichen Abschluss des Forschungsprojekts gegründet. Neben kostenlosen Webchecks und weiteren Beratungsformaten bieten sie jetzt auch einen App- und Servicestore an, auf dem Nutzer einen einfachen Zugang zu KI-Anwendungen von Drittanbietern erhalten.

Erfolgreiche Pilotprojekte umgesetzt

Innerhalb der dreijährigen Projektlaufzeit konnten die Wissenschaftler mit der Plattform bereits einige Pilotprojekte erfolgreich umsetzen. Für den international tätigen Landmaschinenhersteller „CLAAS“ ist beispielsweise eine Wissensdatenbank entstanden, mit der gleiche und ähnliche Bauteile im Bestand gefunden werden können. Vor dem Hintergrund stetig steigender Produktkomplexität und Variantenvielfalt bietet die Wiederverwendung von Bauteilen eine wichtige Möglichkeit, um Fertigungs-, Entwicklungs- und Lagerkosten zu sparen. Der Geldautomatenhersteller „Diebold Nixdorf“ konnte durch das Projekt u. a. die Bearbeitungszeit von Servicefällen reduzieren, da die KI die Ursache einer Störung lokalisiert, bevor überhaupt Techniker am Gerät eintreffen.

Die Firma „düspohl Maschinenbau“ ummantelt Holz-, Metall- oder Kunststoffprofile mithilfe der Maschine „RoboWrap“. Während zuvor Mitarbeitende die Einrichtung der Maschine noch selbst vorgenommen haben, setzt das Unternehmen nun auf eine KI. Das Ergebnis: Die Zeit, die für das Einrichten der Maschine benötigt wird, konnte von bis zu 16 Stunden manueller Arbeit auf nur noch 10 Minuten reduziert werden Außerdem treten deutlich weniger Fehler auf als beim manuellen Einrichten – die Schrottrate kann so um rund 50 Prozent reduziert werden.

Dank des „KI-Marktplatzes“ konnte „westaflex“ seine Produktionsdauer deutlich reduzieren. In dem Unternehmen plant nun eine Software mithilfe von KI, in welcher Reihenfolge die Aufträge produziert werden und löst damit analoge Plantafeln und Tabellenkalkulationen ab. „Hella Gutmann“ hat in einem Pilotprojekt die „Automatisierten Diagnose“ entwickelt, bei der die KI potenziell defekte Komponenten im Fahrzeug anhand von Fehlercodes und Sensorwerten identifiziert. Dank der großen vorhandenen Datenmenge können so bei mehr als 80 Prozent der Diagnosen defekte Bauteile mit hoher Wahrscheinlichkeit identifiziert werden.

Die „Ubermetrics Technologies GmbH“ analysiert und verarbeitet digitales Feedback, um zu erfahren, wie bestimmte Produkte von Kunden wahrgenommen werden. In Zusammenarbeit mit den Experten des „KI-Marktplatzes“ konnte das Unternehmen seine Auswertung automatisieren. KI-Anwendungen helfen jetzt u. a. dabei, relevante Produktinformationen aus Texten wie Pressemitteilungen oder Social-Media-Beiträgen zu extrahieren und zu analysieren.

„Durch das Projekt konnten wir die Wettbewerbsfähigkeit der Industrien fördern und Deutschland im weltweiten KI-Markt Sichtbarkeit verschaffen“, resümiert Fachgruppenleiter Dumitrescu. Das Vorhaben ist vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit insgesamt 11,5 Millionen Euro gefördert worden.

Weitere Informationen gibt es unter: www.ki-marktplatz.com

Bild Foto (it’s OWL): Partner*innen aus Wissenschaft und Wirtschaft haben im Rahmen des Forschungsprojekts „KI-Marktplatz“ eine digitale Plattform zur Optimierung von Produktionsprozessen entwickelt.

Quelle Universität Paderborn

Kommunen fordern europaweit gleiche Sozialleistungen für Ukrainer

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Hilfsgüter für Flüchtlinge aus der Ukraine in Deutschland (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Ukrainische Flüchtlinge erhalten in Deutschland höhere Sozialleistungen als in den meisten anderen Staaten Europas. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags, die im Auftrag der CDU-Abgeordneten Gitta Connemann erstellt wurde und über die die „Welt am Sonntag“ berichtet.

Am besten vergleichbar sind die Zahlen für Alleinstehende: So bekommen diese in Schweden lediglich ein Tagesgeld, das auf einen Monat gerechnet 180 Euro beträgt. Dazu gibt es unter Bedingungen 30 Euro Wohngeld und ein Sondergeld. In Polen erhalten Ukrainer grundsätzlich keine dauerhaften Geldleistungen, gezahlt wird dort eine Starthilfe von umgerechnet 70 Euro, für Familien und besonders Bedürftige gibt es Einzelprogramme. Österreich gewährt alleinstehenden Ukrainern bis zu 260 Euro im Monat, die Mietkosten werden mit maximal 165 Euro bezuschusst.

Die Niederlande zahlen Einzelpersonen pro Monat Beihilfen und Zulagen von 384,10 Euro, in Italien sind es 300 Euro, in Frankreich 426 Euro. In Finnland wird eine „Aufnahmebeihilfe“ von monatlich 348,50 Euro gezahlt. Die sogenannte Grundsozialhilfe von 587,10 Euro pro Monat kann gewährt werden, wenn ein Flüchtling dauerhaft im Land lebt.

Höhere Leistungen als in Deutschland erhalten Ukrainer indes in Belgien mit 1.288,46 Euro pro Monat für Alleinstehende. In Norwegen sind es umgerechnet 670 Euro, hinzukommen allerdings Wohnungsbeihilfen und eine „Einführungsbeihilfe“ von rund 17.300 Euro im Jahr, wenn der Antragsteller vollzeitbeschäftigt ist. Damit soll die Arbeitsaufnahme gefördert werden. Die Regierung in Oslo will die Hilfen allerdings deutlich zurückfahren.

In Deutschland erhalten ukrainische Flüchtlinge direkt nach Ankunft Bürgergeld, andere Schutzsuchende bekommen dieses erst nach ihrer Anerkennung im Asylverfahren, was oft neun Monate dauert. Ein alleinstehender Bürgergeld-Bezieher erhält seit diesem Jahr monatlich 563 Euro. Hinzu kommen unter anderem Zuschüsse für Miete und Heizung, die vom jeweiligen Wohnort abhängen und stark variieren. Das Bundesarbeitsministerium geht für Alleinstehende von einem durchschnittlichen Regelbedarf von insgesamt 954 Euro im Monat aus, den der Staat deckt.

„Wir fordern eine europaweite Harmonisierung von Integrations- und Sozialleistungen, die sich an den Lebens- und Sozialstandards der jeweiligen Mitgliedstaaten orientieren sollten“, sagte der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, der „Welt am Sonntag“. „Das hohe Niveau der Sozialleistungen hierzulande macht Deutschland als Ziel für Flüchtlinge besonders attraktiv und fördert eine ungleichmäßige Verteilung von Geflüchteten innerhalb der EU“, erklärte Sager. Nach der Europawahl müsse die EU „dieses Vorhaben dringlich angehen“.

Gerd Landsberg, Ehrengeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, sagte, es müsse „kritisch hinterfragt werden, ob die Sonderstellung der ukrainischen Flüchtlinge, automatisch Bürgergeld-Bezieher zu werden, dauerhaft bestehen bleiben sollte“. Ukrainer seien damit besser gestellt als Kriegsflüchtlinge aus anderen Konfliktregionen.

CDU-Politikerin Connemann sagte der „Welt am Sonntag“: „Für einen Großteil wird das Bürgergeld zur Falle. Der Arbeitsanreiz ist bei uns zu niedrig. Der groß angekündigte `Job-Turbo` zündet nicht“, sagte die Politikerin mit Blick auf die von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) angekündigte Beschäftigungsoffensive. Ziel müsse sein, „endlich mehr Geflüchtete in Arbeit zu bringen. Schließlich sind bei uns über 1,7 Millionen Stellen unbesetzt“, so Connemann.


Foto: Hilfsgüter für Flüchtlinge aus der Ukraine in Deutschland (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Verwaltungsgerichte arbeiten schneller bei Asylentscheidungen

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Verwaltungsgericht (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Verwaltungsgerichte befinden schneller über Klagen gegen Asylentscheidungen. Das sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums dem „Spiegel“.

In der ersten Instanz betrug die Verfahrensdauer zu Beginn des laufenden Jahres im Schnitt 17,9 Monate. 2023 waren es noch 20,8 Monate. 2022 lag der Wert bei 26 Monaten, im Jahr zuvor bei 26,5 Monaten. Es gebe bundesweit sehr große Unterschiede bei den Zahlen, so der Sprecher. Dies sei ein Hinweis dafür, dass die Dauer der Asylgerichtsverfahren „maßgeblich von der internen Organisation sowie der personellen und sachlichen Ausstattung der Verwaltungsgerichte abhängig ist“. Diese Faktoren seien Ländersache.

Der Bund hatte ein Gesetz zur Beschleunigung der Verfahren auf den Weg gebracht, das die Verwaltungsgerichte entlasten soll. Es war Anfang 2023 in Kraft getreten. Ob der Rückgang auf diese Änderungen zurückzuführen sei, könne „noch nicht detailliert“ beurteilt werden. Die Länder hatten vor einem Jahr bei einem Gipfel im Kanzleramt zugesichert, die Gerichte organisatorisch und personell entsprechend auszustatten.


Foto: Verwaltungsgericht (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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SPD-Politiker fordern Nato-Schutz für ukrainischen Luftraum

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Flugabwehrraketensystem Patriot (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Erstmals fordern auch Bundestagsabgeordnete der SPD, dass westliche Truppen den ukrainischen Luftraum von Nato-Gebiet aus schützen.

„In der aktuellen militärischen Situation halte ich es für notwendig und verantwortbar, deutsche Flugabwehrraketen-Truppen auf Nato-Gebiet an der Grenze zur Ukraine zu stationieren, um den Luftraum über der Westukraine zu schützen – beispielsweise mit Patriot-Systemen“, sagte der Verteidigungspolitiker Joe Weingarten dem „Spiegel“. Weingarten ergänzte, dass keine westlichen Truppen in der Ukraine stationiert werden müssten. Luftverteidigungssysteme an der Grenze von Nato-Staaten zur Ukraine könnten weit in den ukrainischen Luftraum hineinwirken.

Entscheidend sei die Kooperationsbereitschaft der westlichen Nachbarn der Ukraine. „Wir müssen in den unmittelbaren Nachbarländern der Ukraine, allen voran in Polen, der Slowakei und Ungarn, für eine solche Unterstützung und Beteiligung werben“, so Weingarten.

Der SPD-Haushaltspolitiker Andreas Schwarz bezeichnete die Luftverteidigung als „Achillesferse“ der ukrainischen Armee. „Es fehlen Verteidigungssysteme und Raketen, um wichtige Infrastruktur und die Menschen in der Ukraine zu schützen“, so Schwarz gegenüber dem „Spiegel“. Daher müssten Alternativen erwogen werden: „Dazu gehört auch die Überlegung, aus den Nato-Bündnisländern heraus den Schutz der Ukraine zu sichern“, sagte er.

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hatte sich kürzlich klar gegen Nato-Schutz für den ukrainischen Luftraum ausgesprochen, nachdem sich Vertreter von Grünen, FDP und CDU dafür offen gezeigt hatten. Auch Michael Roth, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags, äußerte sich skeptisch. „Ich hege große Zweifel, ob der Vorschlag, westliche Flugabwehrsysteme an die ukrainische Grenze zu stellen, viele Unterstützer finden wird. Welche sollen das denn sein“, sagte Roth dem „Spiegel“. Der Sozialdemokrat verwies auf den bisher ausbleibenden Erfolg der deutschen Initiative, Partnerstaaten zur Abgabe von Patriot-Einheiten an Kiew zu bewegen. „Diese Systeme könnten in der Ukraine ganz konkret Menschenleben retten. Aber in Europa fehlt es derzeit offenkundig am Willen oder der Fähigkeit, alles auf eine Karte zu setzen, um den russischen Imperialismus zu stoppen“, beklagte Roth.


Foto: Flugabwehrraketensystem Patriot (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Letzte Generation blockiert Münchener Flughafen

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Fluggasttreppen am Flughafen München, via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Klimaaktivisten der Letzten Generation haben am Samstagmorgen die Startbahn des Münchener Flughafens blockiert. Der Flughafen sei aus Sicherheitsgründen geschlossen, weil sich Klimaaktivisten auf den Rollbahnen festgeklebt hätten, teilte ein Sprecher des Flughafens mit.

Die Protestgruppe veröffentlichte selbst Bilder von der Aktion. In einem Video nannte eine Teilnehmerin die Auswirkungen des Flugverkehrs auf das Klima als Grund für den Protest. Die Bundesregierung verharmlose die Situation und subventioniere „sogar diesen ganzen Wahnsinn noch weiter“, sagte sie. „Die Frage darf doch nicht sein: `Fliege ich heute ich in den Urlaub`, die Frage muss doch lauten: `Wollen wir überleben`, denn um nichts Geringeres geht es“, ergänzte sie.

Anfang des Jahres hatte die Letzte Generation eigentlich angekündigt, keine Klebeaktionen mehr durchzuführen. Stattdessen solle mit „ungehorsamen Versammlungen“ und „direkter Konfrontation“ von Politikern und Entscheidern in der Öffentlichkeit operiert werden, hieß es von der Gruppe Ende Januar.


Foto: Fluggasttreppen am Flughafen München, via dts Nachrichtenagentur

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Schwan fürchtet "Austrocknung" von Thüringer Verfassungsgericht

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Gesine Schwan (Archiv), via dts NachrichtenagenturErfurt (dts Nachrichtenagentur) – Die SPD-Politikerin Gesine Schwan hält die AfD für eine Bedrohung für das Thüringer Verfassungsgericht. „Es gibt die Möglichkeit, dass man nicht durch Mehrheit, sondern durch Obstruktion Institutionen kaputt macht“, sagte Schwan dem Podcast „Tagesanbruch“ von T-Online.

Sollte die AfD in Thüringen nach den Landtagswahlen mehr als ein Drittel der Abgeordneten ausmachen, könnte die Partei als „blockierende Minderheit dieses Verfassungsgericht personell austrocknen“, erklärte Schwan. „Die Verfassung auszuhebeln, ist möglich.“

Auch wenn das Grundgesetz am 23. Mai sein 75-jähriges Jubiläum feiert, fehlt nach Ansicht von Schwan in der deutschen Gesellschaft immer noch ein Grundkonsens. „Es gibt keinen Konsens darüber, wie viel Ungerechtigkeit geht und wie viel nicht mehr geht“, sagte sie . Aus diesem Grund forderte die Vorsitzende der SPD-Grundwertekommission mehr kommunale Zusammenarbeit von Verbänden und Interessensvertretern. Auch auf bundesweiter Ebene wäre die Einrichtung sogenannter Entwicklungsbeiräte möglich, so Schwan.


Foto: Gesine Schwan (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Gemeindebund pocht auf bessere medizinische Versorgung auf dem Land

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Krankenhaus (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Städte- und Gemeindebund hat eindringlich dazu aufgerufen, die ärztliche Versorgung auf dem Land zu verbessern. „Eine gute medizinische Versorgung darf nicht vom Wohnort abhängen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Kommunalverbands, André Berghegger, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben).

Die Zustände seien mancherorts kaum noch tragbar. In vielen Regionen seien Leistungen nur noch mit langen Wartezeiten und weiten Wegen zu bekommen. „Gerade abseits der Ballungsräume ist die Versorgung auch bei hausärztlichen Leistungen ausgedünnt.“ Deutschland brauche „eine echte Gesundheitsreform und keinen Flickenteppich von unterschiedlichen Lösungen“, forderte Berghegger. Eine solche Reform müsse die ambulante wie auch die stationäre Versorgung in den Blick nehmen.

Der Hauptgeschäftsführer verwies darauf, dass viele Kommunen die Ansiedlung von Ärzten unterstützt und sogar medizinische Versorgungszentren geschaffen hätten. Tatsächlich liege die Verantwortung aber bei den kassenärztlichen Vereinigungen. „Wir erwarten, dass sie dieser Aufgabe auch gerecht werden und die Kommunen, die mit verschiedenen Maßnahmen in Vorleistung treten mussten, finanziell entschädigt werden“, so Berghegger. Die kassenärztlichen Vereinigungen seien auch gefordert, die Patienten ernsthaft bei der Vermittlung von ärztlichen Leistungen zu unterstützen.

Berghegger rief Bund, Länder und Gemeinden dazu auf, die Unterfinanzierung von Krankenhäusern bei den Betriebskosten zu lösen. „Die Situation spitzt sich immer weiter zu. Es sind bereits erste Insolvenzen mit entsprechenden Versorgungslücken zu verzeichnen“, warnte er. Der von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) geplante Transformationsfonds könne sich als richtiger Schritt erweisen, um gleichwertige Lebensverhältnisse in der medizinischen Versorgung zu erreichen.


Foto: Krankenhaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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